Am 25.5.2009 hat die Bürgerinitiative gegen das Pumpspeicherwerk Ritten über dieses Projekt informiert. Mühsam haben wir die Fakten zusammengetragen und so den Bürgern eine erste, bereite und tiefe Information direkt zukommen lassen. Wir haben auf die aus unserer Sicht negativen Aspekte aufmerksam gemacht. Aber auch auf die Vorteile für die Betreiber und auf den Vorteil der Gemeinde Ritten (Wasser) aufmerksam gemacht.
Im Anschluss an diese Veranstaltung wurde den Zuhörern eine Petition vorgestellt, in welcher der Gemeinderat Ritten aufgefordert wird, dieses Projekt zu stoppen.
Die Petition wurde nach der Veranstaltung an einigen wenigen Punkten ausgelegt, doch im Wesentlichen wurde sie zu einem “Selbstläufer”. D.h. die Bürger haben sich die Formulare selber kopiert oder vom Internet heruntergeladen und verteilt. Ohne große Bemühungen kamen innert kürzester Zeit die vielen Unterschriften zusammen, und wir hatten nur noch für das Einsammeln zu sorgen.
Es wurden sogar ohne unser Zutun Unterschriften in der Grundschule gesammelt. Dies haben wir aber sofort abgelehnt und die Unterschriften auch nicht gezählt. Auch war es uns ein Anliegen, dass nicht bei den Touristen gesammelt wurde, denn wir wollten die Touristen nicht mit einem solchen Projekt erschrecken.
Es konnte aber nicht verhindert werden, dass sich unter all die vielen Unterschriften der Rittner auch Unterschriften von Bürgern anderer Südtiroler Gemeinden befanden. Daher müssen wir jetzt nach Abschluss der Sammlung die Zahl von 2157 Unterschriften auf 1973 Rittner Unterschriften reduzieren.
Dies zeigt aber, dass das Thema nicht nur am Ritten wahrgenommen wird, sondern auch weit darüber hinaus Bedeutung hat.
Sicherlich sind die 1973 Rittner Stimmen objektiv gesehen nicht die Mehrheit der Stimmbevölkerung der Gemeinde Ritten. Aber es hat sich auch nicht um eine Volksbefragung gehandelt, sondern um die Sondierung einer Stimmungslage. Und es zeigt sich, dass schon eine bedeutsame Menge der Rittner sich kategorisch gegen diese Projekt stellt und zwar derart, dass sie dies mit ihrem Namen bezeugen. Die Zahl derer, welche sich dagegen aussprechen, aber nicht mit ihrem Namen in Erscheinung treten wollen, dürfte sicherlich noch grösser sein.
Ob es juristisch möglich ist, dass die Gemeinde zum jetzigen Zeitpunkt ein NEIN zum Projekt beschließen darf, ist auch noch unklar. Sicher ist jedoch, dass es der Gemeinde Ritten als ein klares Signal erscheinen muss, dass die Bürger es nicht tolerieren werden, weiterhin über das Vorgehen der Gemeinde im Unklaren gelassen zu werden. Es hat sich ja gezeigt, dass die Gemeinde zum großen Teil den Bedenkenkatalog der Bürgerinitiative teilt, es erstaunt daher umso mehr, dass die Bürger nicht erfahren, wie ihren Bedenken nachgegangen wird.
Wir fordern daher den Gemeinderat nach wie vor auf, das Projekt zu stoppen und den Bürgern zumindest volle Transparenz in die Entscheidungsprozesse zu gewähren, schließlich sind die gewählten Gemeinderäte unsere Interessenvertreter.
Die Unterschriften wurden am 28. Juli 2009 mit diesem Begleitschreiben dem Bürgermeister übergeben.